Zwischen Zeiten
Streifzüge durch die Weimarer Republik
Erbarmungslos und instabil, aber auch kreativ und frappierend modern waren die Jahre der Weimarer Republik. Stefan Liebermann montiert in einem knapp einstündigen Solo-Programm Lyrik und Prosa, dramatisches Material und journalistische Texte zu einem Zeitbild dieser bewegten Jahre, denen Fatales folgte. Satirisches und Politisches, Poetisches und Dokumentarisches, Vernünftiges und Überdrehtes knallen lustvoll gegeneinander. Berühmte und weniger berühmte Zeitgenossen wie Kurt Tucholsky, Erich Mühsam, Franz Hessel, Else Lasker-Schüler, Gertrud Kolmar, Oskar Loerke, Hugo Ball oder Karl Kraus kommen zu Wort. Skurrile Figuren treten auf, kurze Szenen werden angespielt oder vergessene Sprachkunstwerke sensibel zum Klingen gebracht. Den Künstler interessiert die Frage: Was hat das Lebensgefühl der Zwischenkriegsjahre mit unserer krisengeschüttelten Gegenwart zu tun? Was verbindet uns mit dieser Zeit? Was bleibt fremd? Und: Kommen wir da mit heiler Haut wieder raus?
Spiel, Regie und Dramaturgie Stefan Liebermann
Weitere Vorstellungen in Berlin im Januar/Februar 2023
Premiere am 28. August 2022 um 16 Uhr im Rahmen des Festivals “Sommer im Park” in Tuttlingen
